Zoonosen, Parasiten & Co

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SONDERVERKAUF IM DEZEMBER
  • Hallo zusammen,

    seit ich wieder reingeschnuppert hab in die Rattenwelt, wundere ich mich immer wieder über Parasiten & Co und das Thema Zoonosen.

    Von 1994 rum bis 2004 rum müsste ich damals Ratten gehabt haben. Die erste war vom Dehner mit Haarlingen und besonders viel wusste ich nicht und es gab auch noch recht wenig Information über Rattenhaltung. Dann kam eine Vdrd Mitgliedschaft, die Lernkurve ging nach oben - und fast alle meiner weiteren Ratten bekam ich dann über den Vdrd.

    Keine Ratz nach der vom Dehner hatte jemals Milben, Haarlinge oder sonstiges Ungeziefer. Wahrscheinlich - denn eine Kotprobe habe ich z.B. nie gemacht..:ignore: Ich hoffe ich werde jetzt nicht gesteinigt. Aber ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass das damals so ein Thema war? Scheint jetzt auch bei einem gesund wirkenden Rudel dazuzugehören; ab und an eine Kotprobe abzugeben und zu checken, ob nicht was eingefangen wurde..?

    Gibt es das jetzt öfters oder hab ich einfach was verpasst, oder...??:?:

    Ich erinnere mich an Mykoplasmose, die leidigen Tumore; sowas.. Aber auch Leptospirose, Hantavirus,... - diese wirklich bösartigen, gruseligen Zoonosen waren auch nicht so Thema; oder ging das so an mir vorbei?

    Ehrlich gesagt, nachdem wir die Zilinde bei uns hatten und wieder gehen lassen haben, ist der Wunsch nach einem Rudelchen auf jeden Fall da. Aber ich bin fast ein bisschen verunsichert, was für Tiere, Viren und Co wir uns da mit einem Rudel noch ins Haus holen...:nix:

    Eure Gedanken dazu würden mich mal interessieren :rot1:

    Liebe Grüße

  • Huhu


    Wenn man über die Rattenhilfen Tiere bekommen will, muss man vorher eine negative Kotprobe haben. Ich finde, das macht auch Sinn, man möchte ja nicht ein gesundes Rudel mit irgendwelchen Endoparasiten anstecken.

    Und für einen selbst ist es ja auch beruhigend, wenn man weiss, dass man sich bei seinen Rattis nichts einfängt.


    Haarlinge, Milben usw. kann man sich durchaus auch über Futter oder Einstreu holen.


    Hanta und Leptospirose sind eigentlich nur Thema bei Ratten, die aus welchen Gründen auch immer, draussen waren. Wobei Hanta und Ratten wäre mir spontan jetzt nichts bekannt.

    Liebe Grüße
    Sabine mit den 2 Altenkirchenern Clemens und Kalle und den 4 Labori Jungs Benedikt, Noah und Gabriel :love:
    Unvergessen und ewig im Herzen Fridolin, Olaf, Hugo, Gustav, Rudi, Monnie, Emil, Ludwig, Eddie, Kai-Uwe, Florian, Oskar, Viktor, Benni, Simon, Jakob, Moritz, Oliver, Arno, Arthur, Alfred, Antonin, Capper, Hoodie, Cap, Giesbert, Rüdiger, Heribert, Günnie und Eliah :kerze:
    :hug:

  • Eure Gedanken dazu würden mich mal interessieren :rot1:

    Zur Leptospirose wundere ich mich inzwischen, daß sie so selten (<200Fälle/Jahr in Dtl. bei Menschen) ist. Weil Hunde und Pferde sie auch übertragen können und die Keime einige Monate MhD haben.

    Ich hatte meinen kleinen gegen Ektoparasiten beim TA weil er sich zuviel gekratzt hat. Hatte aber auch Laub mit in der Einstreu.

  • Wenn man über die Rattenhilfen Tiere bekommen will, muss man vorher eine negative Kotprobe haben.

    Also die Kotprobe von den Ratten der Rattenhilfe. Denke ich mal.

    Bei den Kotproben sollte man auch nachfragen, was genau getestet wurde. Ich glaube den Giardientest machen nicht alle und Leptos wohl eher kaum jemand.

    Ich denke,

    • es breiten sich immer mehr Erreger bei uns aus (Klimawandel, mehr Menschen, Hunde, usw.)
    • wir wollen uns gegen alles absichern (vgl. Versicherungen, Impfungen)
    • wir reagieren sensibler auf solche Themen (veränderte Lebensumstände).

    Ich denke, bei Leptos ist es so, dass die Erreger ja irgendwie in uns rein kommen müssen. Nehmen wir infiziertes Wasser. Wenn jemand eine absolut gesunde Haut hat und ihm nichts in die Augen tropft, usw. passiert ja auch nichts. Die betroffenen Ratten hatten auch meist Kontakt zur Außenwelt. Obwohl es auch da einen Fall mit infizierten Ratten einer Züchterin gibt.

    Aber ich bin fast ein bisschen verunsichert, was für Tiere, Viren und Co wir uns da mit einem Rudel noch ins Haus holen...

    Ich wage die Behauptung, und die dürfte gar nicht so verkehrt sein, die meisten Krankheitsübertragungen gehen von Mensch zu Mensch. Auch das Ungeziefer (Ektoparasiten) ist meist speziell und mag nicht unbedingt Mensch.

    Nach einer Untersuchung, die ich vor einigen Jahren (wahrscheinlich schon veraltet) bei Laboklin gelesen hatte, sind die meisten Giardien der Kleinnager für Menschen total ungefährlich. Wenn allerdings der für Menschen gefährliche Giardientyp auftritt kann das sehr unangenehm werden.

    Ich würde schon zu Anfang bei neuen Tieren Tests machen, aber das ist auch immer eine Momentaufnahme. Irgendwie kommen Erreger doch rein. Ich vergleiche das mit Pflanzen, die plötzlich Blattläuse bekommen. Keine Ahnung wo die Herkommen, aber sie kommen. Trotzdem, eine gewisse Vorsicht ist nie verkehrt, aber, um es auf die Spitze zu treiben, dem Tod entkommt keiner.

    LG Beate :)

  • Keine Ahnung wo die Herkommen, aber sie kommen

    Von draußen, Dreck an den Schuhen, Blumen, Erde, Tiere (Urin/Lepto), Zwischenwirte (Pestfloh), Urlaubsheimkehrer. Blattläuse können fliegen :snoot: Haben anschließend eine explosionsartige Vermehrung.

    Und bleibt immer die Frage für die einzelnen Keime, welches Quantum ist krank machend? :frage:

    Die letzten 50 Jahre sind vorbei. Wir stehen vor den neuen Herausforderungen des Wandels. Schluß mit bequem.

  • Kotproben sind heutzutage häufiger. Bei einem augenscheinlich gesunden Rudel ist die Kotprobe dann auch ganz oft negativ, also keine Parasiten drin. Aber ab und an bekommt man doch im weiteren Umfeld mit, dass mal ein Rudel was hatte, ganz ohne Symptome. Ich würde vermuten, die Anzahl der befallenen Tiere ist heute nicht höher als früher. Wir testen nur mehr, deshalb finden wir auch mehr.

    Bei irgendwelchen Viren gibt es immer mal wieder Aufruhr, wenn irgendwo ein Fall hochkommt. Vorsicht ist gut, aber auch da denke ich nicht, dass die Zahlen viel höher sind als früher.

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  • Dazu muß man sich vor Augen halten, daß a) nicht alle Tiere/Säuger an an den selben Keimen erkranken und b) nicht alle Zielgruppen impfbsr sind und c) man früher oft nie erfuhr, an was manch einer verstorben ist.

    Ich bleibe beim Bsp. Lepto:

    Ratte, Hund, Pferd, Mensch, etc. Können die Leptospieren in sich tragen und wahrscheinlich könnten sich alle untereinander anstecken, wenn der Ansteckungsweg dazu frei wäre.

    Ratte, Hund können damit leben; Pferd ?, Mensch kann stiller Träger, leicht oder schwer Erkrankter werden. Von den schwer erkrankten sterben 20 % / 1/5.

    Hund kann man impfen damit er die Menschen nicht ansteckt

    Mensch kann man nicht impfen, muß die Keime von sich fern halten.

    Ratten bekommen alle paar Wochen ca. 10 Kinder. Solch ein System hat die Natur für Nischenfüller mit hoher Todesrate (Raubzeug, kurze Lebenserwartung) geschaffen. Man sollte der Natur nicht ins Handwerk pfuschen. Meine Meinung dazu, nicht die Überlebensrate in der Wildnis zur Plage unterstützen und nicht zu sich nach Hause locken. Im Klartext, tut mir leid, nicht füttern. Sonst wird der eigene Garten immer mehr zur eigenen Gefahr.

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