Zoonosen, Parasiten & Co

  • Hallo zusammen,

    seit ich wieder reingeschnuppert hab in die Rattenwelt, wundere ich mich immer wieder über Parasiten & Co und das Thema Zoonosen.

    Von 1994 rum bis 2004 rum müsste ich damals Ratten gehabt haben. Die erste war vom Dehner mit Haarlingen und besonders viel wusste ich nicht und es gab auch noch recht wenig Information über Rattenhaltung. Dann kam eine Vdrd Mitgliedschaft, die Lernkurve ging nach oben - und fast alle meiner weiteren Ratten bekam ich dann über den Vdrd.

    Keine Ratz nach der vom Dehner hatte jemals Milben, Haarlinge oder sonstiges Ungeziefer. Wahrscheinlich - denn eine Kotprobe habe ich z.B. nie gemacht..:ignore: Ich hoffe ich werde jetzt nicht gesteinigt. Aber ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass das damals so ein Thema war? Scheint jetzt auch bei einem gesund wirkenden Rudel dazuzugehören; ab und an eine Kotprobe abzugeben und zu checken, ob nicht was eingefangen wurde..?

    Gibt es das jetzt öfters oder hab ich einfach was verpasst, oder...??:?:

    Ich erinnere mich an Mykoplasmose, die leidigen Tumore; sowas.. Aber auch Leptospirose, Hantavirus,... - diese wirklich bösartigen, gruseligen Zoonosen waren auch nicht so Thema; oder ging das so an mir vorbei?

    Ehrlich gesagt, nachdem wir die Zilinde bei uns hatten und wieder gehen lassen haben, ist der Wunsch nach einem Rudelchen auf jeden Fall da. Aber ich bin fast ein bisschen verunsichert, was für Tiere, Viren und Co wir uns da mit einem Rudel noch ins Haus holen...:nix:

    Eure Gedanken dazu würden mich mal interessieren :rot1:

    Liebe Grüße

  • Huhu


    Wenn man über die Rattenhilfen Tiere bekommen will, muss man vorher eine negative Kotprobe haben. Ich finde, das macht auch Sinn, man möchte ja nicht ein gesundes Rudel mit irgendwelchen Endoparasiten anstecken.

    Und für einen selbst ist es ja auch beruhigend, wenn man weiss, dass man sich bei seinen Rattis nichts einfängt.


    Haarlinge, Milben usw. kann man sich durchaus auch über Futter oder Einstreu holen.


    Hanta und Leptospirose sind eigentlich nur Thema bei Ratten, die aus welchen Gründen auch immer, draussen waren. Wobei Hanta und Ratten wäre mir spontan jetzt nichts bekannt.

    Liebe Grüße
    Sabine mit den 3 Labori Jungs Benedikt, Noah und Gabriel uind den 5 Hessen Jungs Fabian, Robin, Elmar, Helmut und Paul :love:
    Unvergessen und ewig im Herzen Fridolin, Olaf, Hugo, Gustav, Rudi, Monnie, Emil, Ludwig, Eddie, Kai-Uwe, Florian, Oskar, Viktor, Benni, Simon, Jakob, Moritz, Oliver, Arno, Arthur, Alfred, Antonin, Capper, Hoodie, Cap, Giesbert, Rüdiger, Heribert, Günnie, Eliah, Kalle und Clemens :kerze:
    :hug:

  • Eure Gedanken dazu würden mich mal interessieren :rot1:

    Zur Leptospirose wundere ich mich inzwischen, daß sie so selten (<200Fälle/Jahr in Dtl. bei Menschen) ist. Weil Hunde und Pferde sie auch übertragen können und die Keime einige Monate MhD haben.

    Ich hatte meinen kleinen gegen Ektoparasiten beim TA weil er sich zuviel gekratzt hat. Hatte aber auch Laub mit in der Einstreu.

    Meine TA hat mich leider nicht über rattige Zoonosen aufgeklärt. Das Beinahedrama "Leptospirose" nahm seinen Lauf ... .

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  • Wenn man über die Rattenhilfen Tiere bekommen will, muss man vorher eine negative Kotprobe haben.

    Also die Kotprobe von den Ratten der Rattenhilfe. Denke ich mal.

    Bei den Kotproben sollte man auch nachfragen, was genau getestet wurde. Ich glaube den Giardientest machen nicht alle und Leptos wohl eher kaum jemand.

    Ich denke,

    • es breiten sich immer mehr Erreger bei uns aus (Klimawandel, mehr Menschen, Hunde, usw.)
    • wir wollen uns gegen alles absichern (vgl. Versicherungen, Impfungen)
    • wir reagieren sensibler auf solche Themen (veränderte Lebensumstände).

    Ich denke, bei Leptos ist es so, dass die Erreger ja irgendwie in uns rein kommen müssen. Nehmen wir infiziertes Wasser. Wenn jemand eine absolut gesunde Haut hat und ihm nichts in die Augen tropft, usw. passiert ja auch nichts. Die betroffenen Ratten hatten auch meist Kontakt zur Außenwelt. Obwohl es auch da einen Fall mit infizierten Ratten einer Züchterin gibt.

    Aber ich bin fast ein bisschen verunsichert, was für Tiere, Viren und Co wir uns da mit einem Rudel noch ins Haus holen...

    Ich wage die Behauptung, und die dürfte gar nicht so verkehrt sein, die meisten Krankheitsübertragungen gehen von Mensch zu Mensch. Auch das Ungeziefer (Ektoparasiten) ist meist speziell und mag nicht unbedingt Mensch.

    Nach einer Untersuchung, die ich vor einigen Jahren (wahrscheinlich schon veraltet) bei Laboklin gelesen hatte, sind die meisten Giardien der Kleinnager für Menschen total ungefährlich. Wenn allerdings der für Menschen gefährliche Giardientyp auftritt kann das sehr unangenehm werden.

    Ich würde schon zu Anfang bei neuen Tieren Tests machen, aber das ist auch immer eine Momentaufnahme. Irgendwie kommen Erreger doch rein. Ich vergleiche das mit Pflanzen, die plötzlich Blattläuse bekommen. Keine Ahnung wo die Herkommen, aber sie kommen. Trotzdem, eine gewisse Vorsicht ist nie verkehrt, aber, um es auf die Spitze zu treiben, dem Tod entkommt keiner.

    LG Beate :)

  • Keine Ahnung wo die Herkommen, aber sie kommen

    Von draußen, Dreck an den Schuhen, Blumen, Erde, Tiere (Urin/Lepto), Zwischenwirte (Pestfloh), Urlaubsheimkehrer. Blattläuse können fliegen :snoot: Haben anschließend eine explosionsartige Vermehrung.

    Und bleibt immer die Frage für die einzelnen Keime, welches Quantum ist krank machend? :frage:

    Die letzten 50 Jahre sind vorbei. Wir stehen vor den neuen Herausforderungen des Wandels. Schluß mit bequem.

  • Kotproben sind heutzutage häufiger. Bei einem augenscheinlich gesunden Rudel ist die Kotprobe dann auch ganz oft negativ, also keine Parasiten drin. Aber ab und an bekommt man doch im weiteren Umfeld mit, dass mal ein Rudel was hatte, ganz ohne Symptome. Ich würde vermuten, die Anzahl der befallenen Tiere ist heute nicht höher als früher. Wir testen nur mehr, deshalb finden wir auch mehr.

    Bei irgendwelchen Viren gibt es immer mal wieder Aufruhr, wenn irgendwo ein Fall hochkommt. Vorsicht ist gut, aber auch da denke ich nicht, dass die Zahlen viel höher sind als früher.

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  • Dazu muß man sich vor Augen halten, daß a) nicht alle Tiere/Säuger an an den selben Keimen erkranken und b) nicht alle Zielgruppen impfbsr sind und c) man früher oft nie erfuhr, an was manch einer verstorben ist.

    Ich bleibe beim Bsp. Lepto:

    Ratte, Hund, Pferd, Mensch, etc. Können die Leptospieren in sich tragen und wahrscheinlich könnten sich alle untereinander anstecken, wenn der Ansteckungsweg dazu frei wäre.

    Ratte, Hund können damit leben; Pferd ?, Mensch kann stiller Träger, leicht oder schwer Erkrankter werden. Von den schwer erkrankten sterben 20 % / 1/5.

    Hund kann man impfen damit er die Menschen nicht ansteckt

    Mensch kann man nicht impfen, muß die Keime von sich fern halten.

    Ratten bekommen alle paar Wochen ca. 10 Kinder. Solch ein System hat die Natur für Nischenfüller mit hoher Todesrate (Raubzeug, kurze Lebenserwartung) geschaffen. Man sollte der Natur nicht ins Handwerk pfuschen. Meine Meinung dazu, nicht die Überlebensrate in der Wildnis zur Plage unterstützen und nicht zu sich nach Hause locken. Im Klartext, tut mir leid, nicht füttern. Sonst wird der eigene Garten immer mehr zur eigenen Gefahr.

  • Hallo zusammen,

    Dankeschön für eure Gedanken. Hab ich alles auf mich wirken lassen 😁. Das meiste das schwerwiegendere Folgen haben kann, ist ja immerhin zumindest momentan noch recht selten.

    Haarlinge, Milben usw. kann man sich durchaus auch über Futter oder Einstreu holen.

    Ja, das ist echt gruselig! Ist wohl das was am meisten verbreitet ist? Wie geht ihr damit um? Wird bei euch Futter und Streu eingefroren, etc.? Ich hab mir...damals...nie Gedanken drüber gemacht und nie was erwischt. Aber jetzt, beim 1. Rättlein, zack, Milben! Mit so Viechzeugs kann ich furchtbar schlecht umgehen und mich juckts wenn ich nur dran denk...:spider:

    Habe als Jugendliche mal Läuse vom Gassigehhund bekommen und als Kind Würmer von 'ner Landschildkröte...

  • In einem Quartett hatte ein junger Rattenbock Flagellaten. Die zuständige Tierärztin meinte, dass er sich das durch schlechte Haltungsbedingungen geholt haben könnte.

    Ich wusste nur, dass er und sein Mitbewohner aus schlechten Verhältnissen kamen, im Tierheim gelandet waren und von einer Frau einer Pflegestelle von dort aufgenommen worden sind, um die Vermittlungschancen zu optimieren.

    Die Ärztin vermutete, dass es sich um "Futtertiere" gehandelt haben könnte und dass sie sich die Flagellaten von den Tieren dort eingehandelt haben könnten.

    Ich hatte die Symptome des kleinen Kerlchens in einem Tagebuch hier im Forum festgehalten. Es war ein Auf und Ab und letztlich haben die Tierärztin und ich den Kampf gegen die Flagellaten verloren und dadurch auch das Tier.

  • Mit so Viechzeugs kann ich furchtbar schlecht umgehen

    Ich hatte meinem Rattus Rhodian, als er sich vermehrt kratzte, von der Tierärztin ein SpotOn auftragen lassen.

  • Ich denke, wenn es blöd läuft kann man sich immer was einfangen. *wieso juckt es mich schon wieder wenn ich hier lese?*. Das meiste wird allerdings nicht lange auf dem Menschen bleiben. Eine Bekannte von mir hatte sich mal Grasmilben vermutlich in ihrem eigenen Garten eingefangen. Das war übel. Ich will damit einfach nur sagen, eine absolute Sicherheit gibt es nicht und es braucht keinen Tierkontakt um sich zu infizieren (heißt das so bei Milben & Co.?). Die Ektoparasiten bei Ratten kann man ja eigentlich gut behandeln und man kriegt die auch eher mit als Endoparasiten. Bei den Kotuntersuchungen bin ich immer am Überlegen, was macht noch Sinn und was ist "übertrieben*. Macht eine Urinuntersuchung standartmäßig Sinn? Bei Pferd und Hund mach ich einfach in regelmäßigen Abständen eine Wurmkur und gut ist. Bei den Ratten mach ich auch immer mal ein Behandlung (Spot-on und Panacur), aber das kommt so ein bissi drauf an, ob wir neue Ratten bekommen und so. Und manchmal geht einem auch was durch und plötzlich hat ein Ratz Milben. Mit vielem werden die Ratten auch selber gut fertig und erst im Alter oder bei Krankheit kommt dann was zum Vorschein. Das ist ein schwieriges Thema. Bei Hund und Pferd machen auch viele Besitzer eine Kotprobe. Aber die kann auch mal falsch negativ sein. Das weiß man dann halt nicht. Aber die Ansteckungsgefahr ist bei den Tieren auch größer weil sie eben auch draußen sind.

    LG Beate :)

  • Meinen Post vom 27.11.25 habe ich noch ergänzt. Hatte seinerzeit den Tread nicht wieder gefunden.

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    Bitte diesen Tread vom Ordner "Allemeines" in den Ordner "Gesundheit" verschieben.

    Danke

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