• Hallo in die Runde,

    heute bin ich mit der Frage konfrontiert worden, ob ich Rattenbissfieber kenne, Leute kenne, die damit infiziert waren? Ehrlich gesagt, weiß ich dass es Rattenbissfieber gibt. Aber das war es dann auch schon. Weiß jemand von euch mehr? Muss man sich darüber als Rattenhalter Gedanken machen?

    LG Beate :)

  • Also ich habe bis eben noch nichts davon gewusst und gleich bei Wikipedia nachgelesen. Demnach wird die Infektion von Nagetieren und von nagetierfressenden Haustieren übertragen (wobei ich Letztere für die Hauptverursacher halte). Es gibt Fachleute die meinen, die Infektion könne unbehandelt in 5-10% der Fälle tödlich enden. Problem dürften also, ähnlich wie bei Leptospirose, Fehldiagnosen oder zu späte Behandlung sein. Aber allein durch den Namen wird das wieder dramatisiert und den Ratten die Schuld zugeschoben. Nervt echt sowas!

    LG

    SternFuchs*

  • Wird das hauptsächlich durch Bisse übertragen? Also wegen des Namens.

    Ja, laut Wikipedia wird die Infektion durch Bisse übertragen. Warum sie gerade in Japan so häufig auftritt erschließt sich mir nicht. Eine Form der Infektion heißt übrigens Sodoku was gelegentlich zu Verwechselung mit dem Zahlenrätselspiel Sudoku führt.

    LG

    SternFuchs*

  • Warum sie gerade in Japan so häufig auftritt erschließt sich mir nicht.

    Japaner hatten oder haben ein anderes Verhältnis zu Katzen. Sie mögen angeblich diesen schlängelnden Schwanz nicht. Viele mögen nur ihre "Japanische Stummelschwanzkatze". Sie soll auch einen tollen Charakter haben. Also wurde auch Charakter zur Zuchtauslese.

    Vielleicht werden normale Katzen/Streuner wegen diesem feindlichen Verhältnis mehr von den Menschen angegriffen. Katzen wehren sich, beißen zurück und die Infektion nimmt ihren Lauf.

    Oder Japaner sind einfach infektionsempfänglicher und mögen deshalb keine normalen Katzen. Rassekatzen werden durchschnittlich mehr im Haus gehalten und bringen so keine Krankheiten rein. Schon entsteht auch Aberglaube gegen gemeine/allgemeine Tiere/Gesellschaftsschichten.

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    Mein Fazit daraus, wenn man Ratten von draußen bekommt groß auf alle Zooonosen durchchecken und behandeln lassen. Ist vielleicht auch besser für die Tiere selbst wenn ihr Immunsystem nicht so mit allem möglichen belastet ist.

  • Noch besser beschrieben, auch die Tücken bei der Diagnose, im Bericht vom

    "Hessischen Landeslabor".

    Ihl.hessen.de

  • Huhu, ich habe gestern auch etwas gegoogelt. Es wird auch durch Kratzer übertragen und nicht nur von Wildis. Ich war doof und habe mir die Seiten nicht abgespeichert.

    Insgesamt soll das Rattenbissfieber aber selten auftreten bzw. selten diagnostiziert werden, weil man es nicht so auf dem Schirm hat.


    Also wenn ich überlege, was ich schon Kratzer abbekommen habe... das einzige Problem ist die allergische Reaktion darauf.

    Und mein Revierbeisserchen Moritz hatte mir soo viele Bisse beschert. Einmal musste ich zum Arzt, weil es nicht aufgehört hatte zu bluten und da musste ich auch Antibiotika nehmen.

    Die vielen anderen Male habe ich immer gut bluten lassen, gereinigt und Pflaster drauf. Da ist nie etwas passiert, nicht einmal eine leichte Entzündung.

    Vielleicht hat man auch einfach ein Immunsystem, das das dann regelt.


    Ich denke, man sollte einfach auf dem Schirm haben, dass es auch fiese Erreger geben kann und eben eine ordentliche Wundversorgung machen.

    Liebe Grüße
    Sabine mit den 3 Labori Jungs Benedikt, Noah und Gabriel uind den 5 Hessen Jungs Fabian, Robin, Elmar, Helmut und Paul :love:
    Unvergessen und ewig im Herzen Fridolin, Olaf, Hugo, Gustav, Rudi, Monnie, Emil, Ludwig, Eddie, Kai-Uwe, Florian, Oskar, Viktor, Benni, Simon, Jakob, Moritz, Oliver, Arno, Arthur, Alfred, Antonin, Capper, Hoodie, Cap, Giesbert, Rüdiger, Heribert, Günnie, Eliah, Kalle und Clemens :kerze:
    :hug:

  • Insgesamt soll das Rattenbissfieber aber selten auftreten bzw. selten diagnostiziert werden, weil man es nicht so auf dem Schirm hat.

    Ich denke, es ist deshalb selten, weil wir kaum noch Kontakt zur Natur haben außer mit den Schuhsohlen.

    Tierheime und Betreuer von Wildratten und ausgesetzten/entlaufen dann eingesammelten Ratten und Mäusen sollten das Thema etwas ernster nehmen. Ich hatte genau genommen eine schwere Mehrfachinfektion. Es wurde aber nur die Leptospirose kommuniziert.

    Also wenn ich überlege, was ich schon Kratzer abbekommen habe... das einzige Problem ist die allergische Reaktion darauf.

    Von Freigängern?

    Ich denke, man sollte einfach auf dem Schirm haben, dass es auch fiese Erreger geben kann und eben eine ordentliche Wundversorgung machen.

    Das ist richtig. Je weniger Keime eindringen können um so besser. Nach Stillung der Blutung den Verband das erste Mal wechseln (in die Müllverbrennung mit den Keimen). Trotzdem man sollte das Thema nicht verharmlosen. Unsere lieben Ratten übertragen auch mit tröpfeln (Rudelzusammengehörigkeitsritual)!

    Unsere großen Alltagshygienehelfer heißen:

    Wasserclosett, Staubsauger, Müllverbrennung.

    Auch wer Freigängerkatzen hat, spielerisch übertriebene Bisse welche tief ins Fleisch gehen können auf Grund des kleinen Eingangs der Wunde nicht gut gesäubert werden. Ein Hundebiss blutet (spült) besser aus.

    Was hatte meine Mutter sich immer (vor 50 Jahren) aufgeregt wenn ich als Kind mit Kratzern von den Bauernkatzen heim kam. Anfangs wurden die auch richtig eitrig <X .

    Und als alleinstehende Person mußte ich mich ins Krankenhaus hinein erpressen, weil der Arzt:

    "Sie sind allein gekommen, dann sind sie kein Notfall."

    Eine halbe Stunde später war ich im Zustand der geistigen und körperlichen Machtlosigkeit.

    Dieses arrogante Arschloch!!! Den hab ich wohl im gemütlichen Bereitschaftsdienst gestört X( .

  • Von Freigängern?

    Nein, von meinen Jungs. Manchmal sind die Krallen etwas scharf und manche sind nicht begeistert vom wöchentlichen Checkup.

    Das Rattenbissfieber wird ja anscheinend gerade auch von unseren Farbratten übertragen.


    Als ich mit meinem Rattenbiss in der Notaufnahme war, wurde mir erzählt, dass Katzen ein für uns weitaus gefährlicheres Keimspektrum im Mund haben.

    Liebe Grüße
    Sabine mit den 3 Labori Jungs Benedikt, Noah und Gabriel uind den 5 Hessen Jungs Fabian, Robin, Elmar, Helmut und Paul :love:
    Unvergessen und ewig im Herzen Fridolin, Olaf, Hugo, Gustav, Rudi, Monnie, Emil, Ludwig, Eddie, Kai-Uwe, Florian, Oskar, Viktor, Benni, Simon, Jakob, Moritz, Oliver, Arno, Arthur, Alfred, Antonin, Capper, Hoodie, Cap, Giesbert, Rüdiger, Heribert, Günnie, Eliah, Kalle und Clemens :kerze:
    :hug:

  • Das Rattenbissfieber wird ja anscheinend gerade auch von unseren Farbratten übertragen.

    Ah, jetzt verstehe ich. Könnte man die Rattis behandeln um dann diesen Keim aus dem Hausbestand raus zu haben?

  • Als ich mit meinem Rattenbiss in der Notaufnahme war, wurde mir erzählt, dass Katzen ein für uns weitaus gefährlicheres Keimspektrum im Mund haben.

    Sag ich ja! Die Carnivoren sammeln ja quasi die Erreger und das Problem sind ja die Tiere die selbst gegen die Erreger immun sind und sie so übertragen können.

    LG

    SternFuchs*

  • Als ich mit meinem Rattenbiss in der Notaufnahme war, wurde mir erzählt, dass Katzen ein für uns weitaus gefährlicheres Keimspektrum im Mund haben.

    Ja, zusammen mit den dünnen, tiefen Wunden ... . Weiß der "Geier" wieviele Naturimpfungen ich mir als Kind zugelegt habe :saint: .

    Und mit solcherlei Hintergrundwissen versteht man erst, warum viele Tiere so einen verteufelten Ruf haben X/ . Natürlich aus vormedizinischen Zeiten.

    Bleibt halt immer die Frage offen, welche Krankheiten sind heil-/impfbar, bei welchen gibt es bloß noch keinen passenden Stoff, bei welchen schafft es das Immunsystem über eine ganz schwache Schmier-/Infektion und welche Infektionen sollte man wirklich nicht bekommen (Tollwut, Tetanus/ungeimpft, Leichengift)?

    Bei der letzten Betriebsratsuntersuchung mit kleinem Schwätzle hat mir Hr. Dr. erzählt, die SCHLIMME Pest ist in 14 Tagen heilbar?

  • Sag ich ja! Die Carnivoren sammeln ja quasi die Erreger und das Problem sind ja die Tiere die selbst gegen die Erreger immun sind und sie so übertragen können.

    LG

    Ich denke mal, das deshalb in Dtl. der gewerbliche Vertrieb von Carnivoirenfleisch verboten ist. Privat darf man scheinbar seine Katzen fressen.

    (Denke an den Tierschutzkrieg gg. den Appenzeller mit seinen Dachhasen)

  • :!:Wäre echt mal interessant zu erfahren, ob, wenn man seine Tiere, wenn sie ggf. latente Träger sind, dagegen behandelt, sie dann eine höhere Lebenserwartung haben :?:

    Wobei ich Rattennbissfieber mal mit Katzenbissen vergleiche. Dann wären es die aggressiven Mundbakterien + die Vorverdauungsenzyme die wohl unsere Körpersubstanz angreifen.

    Oder liegt die Anfälligkeit an den Überresten der gezielten Immunschwächezucht von Versuchstieren?

    Für die Größe von Ratten ist mir deren Lebenszeit von ~ 2 Jahren einfach zu kurz.

  • Mich hat Emma mal so tief gebissen, dass es binnen kürzester Zeit angeschwollen ist und lila anlief. Ich denke das hat aber eher mit einer Sepsis zu tun. Wir sind dann Mitternacht noch ins Krankenhaus und ich musste operiert werden.

    Von diesem Rattenbissfieber hab ich noch nie gehört…

  • Englisch Knöpfe ich mir später vor.

    Wenn das Rattenbissfieber von den allgemein Mundbakterien ist, dann werden die sich wieder entwickeln und es wird wohl keine Dauerlösung geben.

    Menschenbisse können bei offenen Wunden sehr gefährlich sein, weil diese Bakterien auf uns eingestellt sind. Von vergammelten Zähnen kann man Herzkrank werden.

    Ich kann mir vorstellen, daß die Mundbakterien etwas weniger schlimm sind, wenn die Tiere sauber und nicht im Siff liegen müssen und wenn das Futter sauber ist, also kein Gammelfutter, keine verdreckten Schüsselchen, keine undefinierten Formdrops.

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