Ratten für Krankheiten anfällig

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  • Warum sind Ratten so anfällig?

    :häuschen:  :krank_1: :abschied: :heul4:

    Ich denke, Ratten sind so anfällig für Krankheiten weil die allerallermeisten Heimtierratten Abkömmlinge von Laborratten sind.

    Diese wurden/werden gezielt in Zuchtlinien für bestimmte Krankheiten gezüchtet damit sie bei Forschungsbedarf auf ein neues Mittel schnell krank werden / machbar sind.

    Atemwegserkrankungen sind sehr interessant für die Flut an frei verkäuflichen Triefnasen-Mittelchen und gegen Krebs wird ja immer noch Hände ringend nach einem wirksamen und zugleich erschwinglichen Mittel gesucht.

    Und so gibt es für x Krankheiten seine Zuchtlinien.

    Auch wenn der Tierschutz grundsätzlich gegen jede Zucht oder Vermehrung ist, sollte man Liebhaber-Züchter dazu aufmuntern mit ihrer Kundschaft in Kontakt zu bleiben um so neben Schönheit auch die gesundheitlich relativ stabilen Linien über die Abkömmlinge im Blick zu behalten um bei trotzdem ausreichender Genbreite diese Linien mit etwas mehr Tendenz zu gesundheitlicher Stabilität bevorzugen zu können.

    Einen anderen Weg zu insgesamt etwas gesünderen Ratten kenne ich nicht. Natürlich braucht das Individuum gesunde Haltungsbedingungen.

    Der Weg wäre hart und ein Wettlauf gegen die allgemeine Steigerung von Krankheitsanfälligkeiten durch den Niedergang der Umweltbedingungen.

    Solange die Menschheit nicht anerkennt daß der Planet nicht die Fähigkeit besitzt mit dem Populationszuwachs der Menschheit mit zu halten wird es keine wirksame Lösung zu den Flächenversiegelungs- und Flurbereinigungsfolgeproblemen geben.

    :gute:

    :regen:  :train2::swim::tanz: :rat5:

    :laola:

  • Ich hatte das auch schon anders gehört und hab eben nochmal nachgelesen bei "Menschen für Tierrechte".

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden hab, dann war da zuerst die Wistarratte die nicht sonderlich krankheitsanfällig war. Daraus wurden dann verschiedene andere Stämme gezüchtet, die jewweils besondere Anfälligkeiten aufweisen, z. B. für die Krebs- und Altersforschung, Autoimmunerkrankungen, usw. Auf einer österreichischen Seite zur Vermittlung von Versuchsratten wird allerdings nur von Wistarratten geschrieben. Ich glaube jetzt mal einfach nicht, dass die anderen speziell gezüchteten Stämme jemals aus den speziellen Zuchtbetrieben oder den Laboren rausgegeben werden, also nie in die Hand von Vermittlungen kommen.

    Das ist sicher ein Thema, zu dem es sich lohnt weitere Informationen einzuholen. Ich denke, die Vermittler von Versuchstieren müssten sich da am ehesten auskennen.

    Fast vergessen, ich wollte ja noch schreiben, dass ich es mir schwierig vorstellen, widerstandsfähigere Ratten zu züchten. Wir hatten bei uns überwiegend Erkrankungen wie Tumore oder neurologische Störungen bei älteren Ratten. Die entsprechenden Elterntiere waren sicher nicht mehr am Leben. Sollte ich also die entsprechenden Züchter kennen, könnten die Züchter mit der Information nicht mehr viel anfangen bzw. müssten ganz viele Ratten sozusagen zurückrufen und wenn ich die Züchter der Ratten, die scheinbar gesund an Altersschwäche gestorben sind, kennen würde, würde es auch nicht helfen. Auch hier wären dann die Elterntiere nicht mehr am Leben und der Züchter müsste von seiner Kundschaft alle verwandten Ratten zur Weiterzucht zurückrufen. Also alles nicht praktikabel.

    LG Beate :)

  • Auch hier wären dann die Elterntiere nicht mehr am Leben und der Züchter müsste von seiner Kundschaft alle verwandten Ratten zur Weiterzucht zurückrufen.

    Ich schrieb von Linien beobachten. Dann kann man auch Enkel nehmen. Es macht einen Unterschied, ob die Tiere mit 12 oder mit 20 Monaten erkranken. Besonders schwierig bei der kurzen Lebenszeit allemal. Da geb ich Dir uneingeschränkt recht.

    Ich glaube jetzt mal einfach nicht, dass die anderen speziell gezüchteten Stämme jemals aus den speziellen Zuchtbetrieben oder den Laboren rausgegeben werden, also nie in die Hand von Vermittlungen kommen.

    Gabriel, Beni & Co, bzw. deren Vorfahren? Den Liniencode wird man da eher nicht mitgegeben haben. Die 4 + werden über die Jahrzehnte nicht die einzigen Auswanderer gewesen sein. Und in den 80ern war die große Kuschelrattenwelle.

    Ausserdem schrieb ich von Abkömmlingen, da können inzwischen Generationen außerhalb der Laborzuchtkäfige liegen.

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden hab, dann war da zuerst die Wistarratte die nicht sonderlich krankheitsanfällig war.

    Wista... sagt mir jetzt auf die Schnelle nichts.

    Aber unsere Kuscheltiere sollen ja R.novegicus sein. Als ich Dich letztens fragte, ich fragte allgemein die Leute mit Wildi-Erfahrung, hat eine nicht-Wildi-Halterin geantwortet, "die Wildis würden genauso erkranken, ist doch so oder ... ?" Leider war somit den Wildi-Haltern die danach zur Antwort dran kamen die Antwort in den Mund gelegentlich worden.

    Würde aber jetzt heißen, die Wildis würden genauso krank, dann die Wistas eher nicht und die weiteren Kuschltiere doch wieder. Das ist wie unpassende Puzzlesteine mit Gewalt zusammen pressen. Oder die Wista-Züchter hätten das Wunder der Gesünder-zucht vollbracht. Da ergeben sich für mich aus den unterschiedlichen Aussagen nicht die Wege der Zusammenhänge in Sachen Vorfahren.

    Ich suche nur eine ehrliche Kommunikation zu einem kritischen Thema.

  • Huhu


    Ich habe bereits von verschiedenen Stellen gehört, dass es nicht stimmt, dass unseren Hausteir Farbratten Krankheiten angezüchtet wurden. Ob das stimmt, weiss ich nicht.


    Zumindest heutzutage werden meines Wissens männliche Ratten nur kastriert aus den Laboren abgegeben.

    Liebe Grüße
    Sabine mit den 2 Labori Jungs Benedikt und Gabriel uind den 5 Hessen Jungs Fabian, Robin, Elmar, Helmut und Paul :love:
    Unvergessen und ewig im Herzen Fridolin, Olaf, Hugo, Gustav, Rudi, Monnie, Emil, Ludwig, Eddie, Kai-Uwe, Florian, Oskar, Viktor, Benni, Simon, Jakob, Moritz, Oliver, Arno, Arthur, Alfred, Antonin, Capper, Hoodie, Cap, Giesbert, Rüdiger, Heribert, Günnie, Eliah, Kalle, Clemens und Noah :kerze:
    :hug:

  • Zumindest heutzutage werden meines Wissens männliche Ratten nur kastriert aus den Laboren abgegeben.

    Das wäre ja schonmal gut.

    dass es nicht stimmt, dass unseren Hausteir Farbratten Krankheiten angezüchtet wurden. Ob das stimmt, weiss ich nicht.

    Offen zugeben wird das keiner (Betriebsgeheimnis), aber ich bin davon überzeugt. Nicht angezüchtet, sondern Anfälligkeiten verstärkt heraus gezüchtet.

    Irgendwie müssen sie ja auf Termin für bestimmte Versuche eine Krankmachung abrufen können.

    Aber ich merke schon, da kommt man eh nicht weiter. Schade, weil so muß man mit dieser blöder Krankheitsanfälligkeit dieser charakterlich so wertvollen Tiere weiter leben.

  • Was mich an dieser Sache furchtbar ärgert...

    In den Laboren leiden unzählige Tiere, darunter eben auch Ratten für oft total unsinnige Versuche. Aber, es gibt ja auch Versuche zur Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten. Warum dürfen unsere Haustiere nicht von diesen Ergebnissen profitieren?

    Die Labore nehmen teils die Ratten als Modell für den Menschen um zu einer sicheren Medikamentendosierung zu kommen. Soll die Ratte dann ein Medikament bekommen, muss es teils umgewidmet werden und die Dosierung wird dann an die Ratte angepasst.

    Es wäre deutlich einfacher, würden die Labore und Pharmafirmen ihre Erkenntnisse öffentlich machen. Aber ja, es geht um Geld...


    Die Tiere in den Laboren werden sicherlich auf manche Erkrankungen gezüchtet. Ich weiss z. B. von Rennmäusen mit Epilepsie Gen.

    Manche Erkrankungen werden aber anders herbeigeführt. Z. B. wird ein Herzgefäss einfach abgebunden um einen Herzinfarkt zu simulieren. Oder Tiere werden beschallt um ein Knalltrauma oder Tinnitus auszulösen. Man macht auch an Mäusen Endometrioseforschung. Bei Mäusen kommt Endometriose nicht vor. Also wird Gebärmutterschleinhaut in den Bauchraum transplantiert.

    Nachzulesen bei Ärzte gegen Tierversuche.

    Liebe Grüße
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  • Aber, es gibt ja auch Versuche zur Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten. Warum dürfen unsere Haustiere nicht von diesen Ergebnissen profitieren?

    Wenn dann nach den (oft vermeidbare Versuchen) auch noch zwischen Menschen- und Tiermedizin verglichen wird und Paralellen gezogen werden dann ekeln sich viele Menschen davor. Der Mensch ist was "besseres", egal wie paradox das in dem Fall ist. Auch sonst, (so ist es mir zu Ohren gekommen) kommunizieren Menschen- und Tierärzte medizinisch nicht offen miteinander.

    Der Tiermediziner darf bei einem menschlichen Notfall auch nur erste Hilfe leisten. Wenn er mehr macht und es geht was schief dabei dann gnade ihm Gott bei der Haftungsabwicklung. Kranke menschliche Überheblichkeit. )-:

  • Auch sonst, (so ist es mir zu Ohren gekommen) kommunizieren Menschen- und Tierärzte medizinisch nicht offen miteinander.

    Das hatte mir vor ca. 30 Jahren mal ein TA erzählt. Der wollte Zecken sammeln und auf Borreliose testen und dabei mit Humanmedizinern zusammenarbeiten - die haben abgewunken (Borreliose war damals was von spinnende Leit.)

    LG Beate :)

  • Leider wird Fortschritt oft durch persönliche Arroganz ausgebremst.

    Manchmal mag ich gar nicht mehr schauen was andere machen weil einem schlecht wird davon. Was werde ich in der Firma blöd angeschaut wenn ich kleine Experimente mache. Aber unsere "Großen" kriegen manches allein auch nicht gebacken.

  • Irgendwie müssen sie ja auf Termin für bestimmte Versuche eine Krankmachung abrufen können.

    Krankheiten werden induziert, Schlaganfälle zB indem Blutgefässe ab geklemmt werden, Tumorzellen werden gespritzt/implantiert und wachsen dann im Tier weiter, Tiere werden mit Viren infiziert etc.

    Im Gegensatz zur Maus gibt es nur wenige genmanipulierte Rattenstämme, die Krankheiten angeboren mitbringen. Solche Tiere verlassen ein Labor auch nicht lebend.

    Wer rauskommt, dass sind die normalen Stämme, die auf Gesundheit selektiert wurden. Es bringt in der Forschung gar nichts, wenn die Tiere ständig von allein krank werden. Das bringt nur variable Umstände und verhindert genaue Aussagen über Ursachen und Wirkung. Die Tiere sollen gesund sein, bis auf die Krankheit, die man untersuchen will.

    [font='verdana'][color=#FF8C00]Liebe Grüsse von Niniel und ihren Langschwanzflauschnasen jenseits der Regenbogenbrücke[/color][/font]

    [color=#ff0000][size=14]Der größte Feind des Heimtiers ist der unwissende Besitzer.[/size][/color]
    [size=10][color=#000000]Silvia Blahak[/color][/size]

  • Es bringt in der Forschung gar nichts, wenn die Tiere ständig von allein krank werden. Das bringt nur variable Umstände und verhindert genaue Aussagen über Ursachen und Wirkung.

    Dann bräuchte es aber nicht X verschiedene Stämme.

    Wer rauskommt, dass sind die normalen Stämme, die auf Gesundheit selektiert wurden.

    Und, der Kreis dreht sich zum Anfang:

    Warum sind Ratten so extrem krankheitsanfällig:?: Sind es die Haltungsbedingungen:?:

    - Kunststofffasern, die sich durch Abrieb und dann schlecken ins Tier schleichen?

    - Farbstoffe u.s. Chemikalien von Billigtextilien die sich ins Tier schleichen?

    - Doch irgendwie suboptimal Ernährung?

    Mich interessiert das wirklich:!:

  • Warum sind Ratten so extrem krankheitsanfällig

    Gemessen an der kurzen Lebensdauer von zwei bis drei Jahren kommen ja etliche Erkrankungen erst im Alter. Wie bei uns Menschen auch.

    Wenn man dann noch dazu rechnet, dass die Diagnostik und leider auch Therapie bei so kleinen Tieren doch begrenzt ist, sind sie vielleicht überhaupt nicht so anfällig wie es scheint.

    Dann gibt es bestimmt noch etliche Tiere, die einfach mit den Genen Pech haben.

    Und ja, die Haltung und Ernährung kann man immer optimieren, denke ich.

    Liebe Grüße
    Sabine mit den 2 Labori Jungs Benedikt und Gabriel uind den 5 Hessen Jungs Fabian, Robin, Elmar, Helmut und Paul :love:
    Unvergessen und ewig im Herzen Fridolin, Olaf, Hugo, Gustav, Rudi, Monnie, Emil, Ludwig, Eddie, Kai-Uwe, Florian, Oskar, Viktor, Benni, Simon, Jakob, Moritz, Oliver, Arno, Arthur, Alfred, Antonin, Capper, Hoodie, Cap, Giesbert, Rüdiger, Heribert, Günnie, Eliah, Kalle, Clemens und Noah :kerze:
    :hug:

  • Dann bräuchte es aber nicht X verschiedene Stämme.

    Das ist mitunter historisch gewachsen, da es früher auch schwieriger war, die Tiere über weitere Distanzen auszutauschen. Da hatte jede Forschungsanstalt oder Zuchtanlage einen eigenen Stamm. Oder es sind einfach Inzuchtstämme, die man unterscheiden wollte ...

    Krankheit ist immer eine Kombination aus Genen und Umwelt. Ich würde speziell die Ernährung genauer anschauen. Was da an Pestizidrückständen in Lebensmitteln und Tierfutter zu finden ist ... Viel Plastik ist sicher auch nicht gesund, zumal die Schadnager den ja teilweise fressen.

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  • Gemessen an der kurzen Lebensdauer von zwei bis drei Jahren kommen ja etliche Erkrankungen erst im Alter.

    Und das ist für mich auch so ein geistiges Magengeschwür. So große Kleintiere - nur 2 Jahre :!::?:

    Wie schnell ist der normale Herzschlag im Vergleich zu Meerschweinchen und zu Mäusen? Energieverbrauch ist ja auch so ein Indiz fürs altern

  • Die Herzfrequenz bei Farbratten ist 250 - 460 Schläge pro Minute. Das ist verdammt schnell und ich bewundere jedes Mal meinen Tierarzt, wenn er beim Abhören Diagnosen stellen kann.

    klick

    Liebe Grüße
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  • Die Herzfrequenz bei Farbratten ist 250 - 460 Schläge pro Minute. Das ist verdammt schnell und ich bewundere jedes Mal meinen Tierarzt, wenn er beim Abhören Diagnosen stellen kann.

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    Wurfgröße: 1-4! Hallo?!?

    Ich hatte mal im Zuchtforum gefragt ob praktikable und tiergerechte Methoden bekannt seien wie man die Wurfgröße reduzieren kann. Antwort: Glückssache!

    LG

    SternFuchs*

  • Wurfgröße: 1-4! Hallo?!?

    Hah, nicht alles gelesen. Sorry.

    Im Nachtdienst sollte man nicht recherchieren...

    Liebe Grüße
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    :hug:

  • Das Gewicht für Jungs scheint mir auch optimistisch. Weiß jemand was "KM" bedeutet (bei der Verbrauchsdaten)? Aber durchaus interessant.

    LG Beate :)

  • Das Gewicht für Jungs scheint mir auch optimistisch. Weiß jemand was "KM" bedeutet (bei der Verbrauchsdaten)? Aber durchaus interessant.

    Futter- und Wasserbedarf werden pro 100 Gramm Körpermasse und Tag angegeben. Die Gewichte gelten wohl für "normale" Ratten so das sich Rätze die da aus der Reihe tanzen wie wir Menschis bequem als "krank" deklariert und mit gewinnbringende Medikamenten vollpumpen lassen...

    LG

    SternFuchs*

  • Weiß jemand was "KM" bedeutet (bei der Verbrauchsdaten)?

    Nehme an "Körpermasse". Gewicht (z.B. Gramm) ist das gemessene Maß der Masse.

    Wenn Du ein Brot in der Hand hälst dann ist das eine Masse gebackenen Brotteigs. Legst Du das selbe Brot auf die Waage so zeigt diese Dir das Gewichtsmaß des Brotes an. Zahlenmäßig das selbe, aber in der Bedeutung nicht das Gleiche. Ähnlichen Dreher um ein gleiches Ergebnis gibt es bei Kraft mit Newton bei der eine Masse mit ihrem Gewicht auf etwas wirkt, Newton und Gewicht.

    Ohne Gewähr :!: :kicher:

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