Posts by Stupsnaeschen

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    Guten Morgen Ann-Katrein,

    Ich verstehe den Gedanken gut, weil ich in meinen Haltungsanfängen selbst ähnlich dachte. Mittlerweile kann ich dem erfahrungsbedingt allerdings nicht mehr ganz zustimmen.

    Ich hatte einmal eine schwer traumatisierte Ratte übernommen, vor allem auf andere Ratten bezogen. Bei ihm wurde es durch die gängige Inti-Methode mit täglich wenigen Minuten an einem neutralen Ort - Badewanne bzw. auch die genannten Platten, die ich damals längere Zeit ausprobiert habe - nicht besser, sondern eher schlimmer. Das war im negativen Sinn sehr „faszinierend“ zu beobachten, da ich auch mit traumatisierten Menschen arbeite und die Reaktionen sehr ähnlich wirkten. Er dissoziierte sozusagen während der Inti: Er war kaum mehr ansprechbar, saß mit leerem Blick da und war nur durch äußere Reize wieder ins Hier und Jetzt zu holen. Erst durch eine Mischung aus Teil-Integration und Käfig-Integration wurde er mutiger und blieb ansprechbar genug, um sich eben nicht aufzugeben.

    Natürlich sind solche Methoden ebenfalls risikoreich. Das sind aber aus meiner Sicht alle Methoden, wenn man nicht gut hinschaut oder sie unpassend anwendet. Ich habe selbst schon Fehler bei Integrationen gemacht, das will ich gar nicht schönreden, und ich lerne gerne immer weiter dazu. Genau deshalb fixiere ich mich auch nicht starr auf eine Methode.

    Anfangs habe ich zum Beispiel fast immer die Wannenmethode angewandt. Ich hatte selten so nervöse und panische Tiere wie damals, weil die Wanne selbst vielen schon Angst machte - oft mehr als ein Inti-Käfig. Andere Ratten sind dafür bei neutralem Raum viel offener und würden durch andere Methoden zu schnell überfordert. Deshalb kombiniere ich inzwischen und passe an. Für mich ist Integration eher ein dynamischer Prozess als eine festgefahrene Methode X, die nur genau so funktionieren darf.

    Wie ich bereits geschrieben habe, würde ich die klassische TraBo-Methode nicht in dem Ausmaß durchziehen, wie sie im englischsprachigen Raum teilweise angewandt wird. Ich habe das ein einziges Mal halbwegs so gemacht, als ich noch unerfahrener war und mir diese Methode von außen empfohlen wurde. Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen deshalb. Es ging zwar alles gut, aber es war sehr stressig für die Tiere. Mein Ziel ist ja nicht, Ratten zu brechen, sondern Konfrontationen in einem sicheren Setting und nicht gefährlich zu stressen.

    Die Platten haben bei mir leider nicht gut funktioniert. Daher nehme ich mittlerweile lieber das Badezimmer als neutralen Kennenlernort, wenn ich die besonders langsame Methode anwende. Das ist derzeit wegen der erwähnten Ameisenköder wie gesagt leider gesperrt. Je nach Umständen nutze ich dann eben auch einen neutralen Käfig.

    Die Nothilfen waren nur ein Beispiel. Ich hätte auch allgemein „Tierschutz“ schreiben können. Gemeint waren Menschen, die schwierige Fälle haben und sich mit Zeitfenstern, Verträglichkeiten, Rudeldynamiken und Ausnahmefällen auseinandersetzen müssen. Ein monatelanges Vorgehen mit täglich fünf Minuten Badewanne kann sinnvoll sein, ist aber aus meiner Sicht nicht in jedem Sonderfall automatisch die erste Wahl. Deine Kritik an manchen Nothilfen kann ich übrigens durchaus nachvollziehen. Nicht alle Bedingungen und Sichtweisen im Tierschutz sind automatisch förderlich für die Tiervermittlung.

    Gestern war ich einfach unsicher, ob Abbruch oder nicht, weil objektiv nicht viel passiert ist: keine harten Kämpfe, kein Blutvergießen, nicht einmal ein richtiges Kneifen. Gleichzeitig war der Kleine aber massiv verunsichert, und genau dieses systematische Blockieren ist bei diesem Rudel leider ein fixes Muster, das ich so bei keinem Rudel zuvor erlebt habe. Selbst Beißer und genetisch bzw. charakterlich schwierige Ratten aus anderen Laboren bekam ich bislang mit Geduld früher oder später zahm und rudelfähig. Aber diese hier schienen mir lange wirklich kaum integrierbar.

    Dachte ich. Bis gestern. ;)

    Wie so vieles hier unberechenbar ist, ist es nun auch mit den dreien, bei denen die Integration noch weiterläuft. Sie und Moritz sind inzwischen tatsächlich so stabil, dass sich da allmählich ein Rudel bildet, worüber ich sehr froh bin. Wenigstens Moritz findet nun offenbar seinen Platz. Mogli dann eben mithilfe anderer, passenderer Kumpels. Das wäre jetzt mein Plan.

    Liebe Grüße
    Stupsnaeschen


    PS:
    Danke an alle für eure Antworten und Meinungen. :)
    Ich habe gestern selbst noch nicht geahnt, welche Wendungen sich hier auftun.

    Hey,

    Ich bin absolut gegen trabo und Käfig intis. Da sie für die Tiere extrem stressig sind über einen längeren Zeitraum.

    Ich weiß es gibt zu den Inti Methoden unterschiedliche Meinungen auch unter Tierschützern.

    Gerade wenn die Methode für Mogli nicht gepasst hat würde ich bei ihm auf die klassische Inti mit neutralem Bereich und langsamen Zeit steigern gehen. Da ihm dann langsam die Zeit geben sich an die neuen zu gewöhnen. Das braucht dann halt Ausdauer und Geduld in der Inti und die Tiere wohnen halt ein paar Wochen länger nicht zusammen.

    Das du getrennt hast nachdem Mogli nur noch hinterm Klo saß ist definitiv die richtige Entscheidung gewesen.

    Ich verstehe Dich sehr gut. Ich mag diese Integrationsmethoden selbst nicht sehr, wenn es anders besser geht. Die klassische TraBo-Methode alleine wende ich daher auch nicht an. Ich will ja meine Ratten integrieren und nicht brechen.
    Danke für Deine Deine Einschätzung. Definitiv braucht Mogli Zeit. Ich denke dabei tasächlich, dass ich ihm lieber passendere Kumpels dazu setzen werde.

    Liebe Grüße
    Stupsnaeschen

    Hast du denn keine Absperrung, die du zu einem kleinen Bereich zusammenstecken kannst? Das fände ich jetzt gut und da dann Mogli mit nur einer der Zicken und das mal beobachten. Wie üblich natürlich erst mal nur kurz. Vielleicht sind die nur im Team so zickig und Mogli kann dann seine Angst verlieren (hoffentlich).

    Hallo,

    nein, Absperrung habe ich zur Zeit leider keine. Ich verwende da normalerweise eben Badezimmer (das ist klein genug). Mogli mit nur eine der Zicken über einen längeren Zeitraum zusammen zu lassen, wäre tatsächich auch noch eine Möglichkeit. In der Vergangenheit hatten allerdings auch Einzel-Inti-Versuche der Weibchen mit anderen Ratten nicht geklappt). Also grundsätzlich ist es bei ihnen eher nicht so, dass sie nur im Team stark sind. Wobei Moritz noch am ehesten mit einer Ratte fertig wurde. (Bei der laufenden Inti sogar mit drei. Das ist eh schon ein massiver Fortschritt für alle.)

    Danke für Deine Inspiration. Ich werde mir die Option auf jeden Fall ernsthaft noch mal durch den Kopf gehen lassen!

    Liebe Grüße
    Stupsnaeschen

    Hallo Ann-Katrein,

    danke für deine Sichtweise. Ein paar Eckdaten aus meinem Text wurden aber vermutlich etwas missverstanden:

    Ich habe die Neulinge eben nicht mit 5–6 Wochen integriert. Ich habe geschrieben, dass ich mit der Inti gewartet habe, gerade weil sie noch so jung waren. Da sind wir also offenbar völlig einer Meinung. Moritz ist zwar nicht so viel älter, aber wirklich ein Riese.

    Ich verwende auch nicht stumpf die Transportbox-Methode, sondern variiere, passe an und schaue, was für die jeweilige Dynamik am besten funktioniert. Das Badezimmer, häufig mein neutraler Kennenlernraum, kann ich derzeit wegen Ameisenködern nicht verwenden. Daher wurde es in diesem Fall eine Kombination aus erstem schrittweisen Kennenlernen in der Transportbox und später schrittweiser Integrations-Käfig-Methode: also ein Käfig, der nach und nach mehr Ausstattung bekommt bzw. später der endgültige Käfig, der ebenfalls nach und nach ausgebaut wird.
    Diese Methode klappt meiner Erfahrung nach gerade auch bei schwierigen Rudeln teilweise recht gut und wird so oder ähnlich mitunter auch in der Nothilfe angewandt. Natürlich hat auch diese Methode Nachteile, so wie jede andere Methode auch. Ich hatte mit Mogli zuvor auch andere Varianten ausprobiert, die ebenfalls nicht klappten, unter anderem ein Treffen auf neutralem Raum in einem neutralen Zimmer. Da hatte ich das kleine Ameisenproblemchen noch nicht. ;)
    Ich bin bei den Integrationen permanent anwesend und beobachte sehr genau. So kann ich jederzeit eingreifen und die Methode u.U. ändern, abbrechen, variieren.

    Zum Thema Futter/Wasser: Die Tiere saßen zu dem Zeitpunkt im Inti-Käfig, nicht in einer Box. Wasser stelle ich grundsätzlich immer zur Verfügung, weil es ein Grundbedürfnis ist. Es nicht zu tun, halte ich - insbesondere bei sommerlicher Hitze und in stressigen Situationen - für fahrlässig.

    Das Mädelsrudel hat leider nicht gesund „funktioniert“, sondern andere Rudelmitglieder gefährdet. Ein Splitting in ursprüngliche oder kleinere Gruppen ist bei extremen Verhaltensauffälligkeiten ein gängiges Mittel, um Einzelhaltung zu vermeiden und akute Dynamiken abzumildern. Und dieser Fall ist wirklich mit keinem einzigen meiner bisheigen zu vergleichen, den ich bislang hatte, weshalb ich hier ja auch um Meinungen zum weiteren Vorgehen gebeten habe. :)

    Wie bereits geschrieben, habe ich die Integration vorhin abgebrochen. Ich wollte nicht riskieren, dass Mogli in erlernte Hilflosigkeit kippt oder traumatisiert wird. Ich denke, ich werde ihm nun gleichaltrige Artgenossen suchen. Er hat sich im Moment jedenfalls vom Schreck erholt und baut sich gu tgelaunt Nestchen.

    Die parallele Integration läuft zum Glück gerade ziemlich gut: Moritz und die drei anderen Weibchen sind inzwischen schon recht gechillt.

    Danke für Deine Meinung - und ich finde es gut, dass Du kritisch auf die Transportmethode hinweist. Sie kann, unreflektiert und als alleinige Methode angewandt, Ratten mitunter tatsächlich eher schaden als helfen.

    Liebe Grüße
    Stupsnaeschen

    Hallo SternFuchs,

    erst mal danke fürs Lesen des langen Textes und für Deine Antwort! :)

    Ich hab ja mein Herz an schwierigen Rattis verloren. Ich hab ja auch meine Zickenbande lieb. Zu mir sind sie ja auch echt goldig und das Kneifen/Beißen ist ... äh ... ihre Form der .... Zuneigung. 8o;)

    Sie haben alle süße Namen aber eigentlich hätte ich sie eher so Vampirella, Draculina usw. nennen sollen. ^^. Sie lieben es, auf mir rum zu klettern, boggeln sogar, wenn sie gestreichelt werden, und dann irgendwann so: "Hm. Aber eigentlich können wir das Frauchen jetzt aus dem Nichts auch mal in den Finger beißen. Oder in den Bauch. Oder ... egal, wohin." :S

    Was die Unverträglichkeit mit anderen Ratten betrifft:

    Ich hatte tatsächlich kurz mal in einer der Verzweiflungs-Intis überlegt, sie wieder abzugeben, was irgendwie ... paradox war, weil ich damals selbst ein Teil der Vermittlungshilfe war. :D
    Und: Ich hab eigentlich ein Prinzip in meiner Rattenhaltung, und die ist, JEDEM Tier eine Chance zu geben und keines herzugeben, nur weils man unbequem wird, sondern für alle lebenslang da zu sein. Deshalb wäre es, mal so objektiv betrachtet, wenn, viell. eher für Mogli besser, weil so eine Ratte eben, wie Du schreibst, lieber aufgenommen würde als Zicken.

    Wobei man das vielleicht auch gar nicht verallgemeinern kann. Und wenn ich z.B. 3/3 oder 2/2/2 abgeben würde (in bestehende Rudel), dann würden sie vielleicht woanders völlig von vorne anfangen und weniger fies sein, so als Neulinge. Schwierig.

    Nun meinte vorhin übrigens selbst mein Partner, als Mogli so hinter der Toilette saß. "Na gut, nimm ihn raus und brich lieber ab ..." Und das tat ich auch. E ist schon wieder ziemlich der Alte - aufgeweckt, neugierig, zutraulich, aktiv. PUH.

    Die Kapazitäten für zwei weitere Ratten habe ich noch. Die waren für Mogli sowieso eingeplant gewesen, die eine starb eben leider abrupt. Ich halte mir immer so 1-2 Notplätzchen frei für irgendwelche Plan Bs (oder so wie hier ... Plan Y oder so. ;)).

    Vielen Dank für Deine Meinung und Deine nette Antwort und Erfahrungen. Sehr schön, dass auch Du ein Herz für Tierheimtiere hast. :love:

    Ich muss ja dazu sagen, dass die meisten Tierheim- und Labortiere die cih bislang hatte, relativ pflegelicht waren, einige sogar totale Anfängerratten. Aber meine Mädchengang hier, die ist, ähem ... speziell. ;)

    LIebe Grüße
    Stupsnaeschen

    Guten Abend,

    mich würde eure Meinung zu meiner mittlerweile total verzwickten Situation interessieren. Ich halte seit über 15 Jahren Ratten und zwar bevorzugt die "Nicht-Integrierbaren", die Schüchternen, Beißerchens, Kranken, etc. – also Tierschutzratten, die andere "zu wenig niedlich/einfach" finden – aus Tierheimen, Laboren, privaten Notfällen, etc. Bislang konnte ich früher oder später immer alle integrieren, auch mit Teil-Integrationen, Rudel-Trennungen etc. Ich habe quasi alles durch. Dachte ich.

    Ich muss leider ein bisschen ausholen, weil die Dynamik sehr komplex ist.

    Ich hatte jahrelang ein bunt gewürfeltes und trotzdem funktionierendes Rudel – Tierheimratten, eine Futterratte (Snoopy), eine gerettete Privatratte (Ivy) und einige Laborratten, darunter Idefix und Asterix. Irgendwann starben alle außer eben Snoopy, Ivy, Idefix und Asterix. Alle waren schon um die 2 Jahre alt. Ivy bekam leichte HHL plus evtl. leichte Demenz, Snoopy hatte offenbar ein verdecktes Herzleiden. Snoopy und Idefix waren übrigens meine absoluten Seelenratten, wobei das gesamte alte Rudel ein Traum war.

    Da ich lange Zeit selbst im Tierschutz aktiv war, übernahm ich schließlich sechs Laborratten. Erst wollte ich nur 3 nehmen, aber da das Labor stresste, wurden es eben sechs. Die Ratten aus diesem Labor gelten eigentlich als total zahm und leicht zu integrieren. Nur meine? Sie knifften mich von Tag 1 an, teilweise blutig. Allerdings meistens nicht aggressiv – eher so ein: "Was bist du? Ok, vorsichtig mal reinbeißen." Und zwar alle sechs. Gut, damit kann ich mich arrangieren. Hatte zwar noch nie 6 Beißerchens gleichzeitig, aber das Verhalten an sich ist mir nicht fremd. Also gab es sanfte Annäherungsversuche und ich habe einfach versucht, Zehen und Finger in Sicherheit zu bringen (hochheben lassen sich 5 von 6 problemlos, auch streicheln).

    Nun stand die Inti an. Ich wende je nach Rudeldynamik unterschiedliche Methoden an (Badewanne, Transportbox, Inti-Käfig, neutraler Raum). Die besten Erfahrungen hatte ich meist mit der Inti-Käfig-Methode gemacht. Die ersten beiden Versuche mit meinem alten Rudel klappten jedoch nicht. Alle, sogar Asterix, der ein kräftiger Rudelwächter war, legten sich mit den 6 Zicken lieber nicht an. Und Snoopy... Snoopy hatte seitdem neurologische Ausfälle und starb 2 Wochen nach den ersten Inti-Versuchen. Das war mein Fehler, ich hatte die Situation unterschätzt und den versteckten Herzfehler nicht rechtzeitig bemerkt (das fand man erst am Tag des Einschläferns heraus), da er davor nie Symptome zeigte und nie krass Stress hatte.

    Die 6 Laborzicken mobbten Snoopy systematisch (das habe ich so konsequent erst ein einziges Mal erlebt): Snoopy saß am Futternapf und fraß. Dann kam Zicke 1 und schmiss ihn in den Napf hinein. Sofort kam Ratte 2, drehte ihn auf den Rücken und fixierte ihn am Bauch. Die restlichen 4 standen um den Napf herum, damit er nicht flüchten konnte, und sobald er es versuchte, legte sich eine dritte über ihn. Das ist die Dynamik dieses Rudels. Saß meine alte Ivy-Omi auf der Toilette, kam eine Laborzicke und kniff sie ganz fest in den Hintern, sodass meine Omi taumelte und panisch aus dem Käfig wollte (und das, nachdem der erste Inti-Versuch eigentlich so wirkte, als habe alles geklappt). Sie haben null Respekt vor älteren, kranken oder zarten Ratten. Ich trennte die Laboris also wieder von meinem alten Rudel.

    Dann starben alle aus meinem alten Rudel altersbedingt, bis auf Idefix. Es mussten Kumpels her, und so rettete ich eine Futterratte: Moritz. Er war zwar jünger als gedacht, verstand sich aber mit dem Opi sehr gut, und der blühte noch einige Wochen auf. Ja, ich weiß, Paarhaltung ist suboptimal, aber der Opi war durch die Laborzicken schon so verschreckt und wirklich sehr alt, dass ich ihm für die letzten Wochen einfach eine Ratte suchte, mit der es sofort harmonierte. Eigentlich hätten es 3 Opis aus einem Tierheim sein sollen, aber das Tierheim hatte mir Parasiten-Checks verweigert, fand meine Maximus-Voliere für 5 Ratten zu klein und meinte, ich brauche gar nicht erst zu kommen... Ich kenne die Tierschutzszene hier durch meine Ausbildungen gut und habe mir genaue Pläne überlegt – die aber alle komplett anders verliefen. Also kam Moritz zum Opi. Der Opi blühte auf, Moritz war in Sicherheit. Alles gut.

    Dann starb der Opi und Moritz war alleine. Ich nahm ihm schnell zwei neue Notfellchen dazu, etwa 5-6 Wochen alt (Moritz war da etwa 12 Wochen alt). Da er ein Riese ist, wartete ich mit der Inti noch etwas ab. Dummerweise starb eines der beiden Notfellchen urplötzlich (laut Tierarzt ebenfalls ein Herzfehler). Nun war das zweite Notfellchen, Mogli, ebenfalls alleine. Ich habe dann, als Mogli größer wurde, versucht, Mogli und Moritz zusammen zu integrieren, um sie später als Duo mit den Mädels zu vergesellschaften. Aber Moritz hasste Mogli von Anfang an so sehr, dass er ihn schon beim 1. Versuch vermutlich schwer verletzt hätte, hätte ich sie nicht SOFORT wieder getrennt. Moritz war (und ist) Mogli gegenüber total aggressiv, obwohl beide kastriert sind.

    Nun dachte ich mir: Ich splitte das Zickenrudel in 3/3 auf. Ich setze die 3 harmlosesten zu Mogli, und die 3 zickigeren zu Moritz, weil Moritz inzwischen groß und stark ist und sich wehren kann.

    Mit Moritz und seinen 3 Zicken klappt es auch. Ich bin gerade in der Integration. Am 1. Tag bekam er zwar Panik, am 2. Tag checkte er aber, dass er stärker ist, wies die Weibchen in die Schranken und ist von deren Anwesenheit jetzt zwar genervt, aber nicht verzweifelt. Er darf fressen und trinken und entspannt sich zwischendurch. Diese Konstellation funktioniert also.

    Nur mit dem noch immer recht kleinen Mogli läuft es fatal. Selbst die 3 "gutmütigsten" Mädels beginnen nun, ihn systematisch zu mobben. Anfangs lief es total gut, er durfte im Inti-Käfig den Mädels nachlaufen und sie beschnuppern. Doch urplötzlich kippte die Stimmung und er darf gar nichts mehr. Er darf nur noch in einer Käfig-Ecke sitzen. Er wird sofort zurückgejagt, wenn er all seinen Mut zusammennimmt und leise zum Napf schleicht. Wenn ich ihn aus dem Inti-Käfig herausnehme und wieder hineinsetzen will, sträubt er sich mit Händen und Füßen gegen meine Hand und zittert am ganzen Körper. Es ist herzzerreißend. Blutig gebissen wurde er noch nicht. Die Mädels sind untereinander auch so rau, sie kennen diesen Umgangston. Aber Mogli ist extrem sensibel und treudoof. Ein zutiefst sozialer, sanfter Zeitgenosse, der einfach nur friedlich Kontakt knüpfen will.

    Ich persönlich würde nun wie folgt handeln:

    • Moritz bei seinen 3 Weibchen lassen und diese Inti fortsetzen, denn dort klappt es.
    • Die Integration von Mogli abbrechen. Die 3 Weibchen, die bei ihm saßen, ziehen wieder als Dreiergruppe fest zusammen.
    • Für Mogli zwei neue Ratten in seinem Alter dazu holen, die als sehr sanft gelten. Erst Mogli mit den neuen Jungs vergesellschaften, damit er ein stabiles, eigenes Rudel hat. Und erst viel später, wenn er erwachsen und selbstsicher ist, noch einmal einen Versuch mit den Mädels wagen.

    Mein Partner hingegen, der die Ratten wirklich liebt, aber oft sher pragmatisc ist, meint: "Das sind Tiere, sie haben sich nie blutig gebissen. Mogli muss lernen, seine Angst zu überwinden. Wenn du ständig Integrationen abbrichst, nur weil er Angst hat und zittert, zerstörst du alles, was an Inti aufgebaut wurde. Da muss er jetzt ohne Häuschen durch."

    Ich stehe nun davor und sehe ein Jungtier, das sich kaum noch ans Gitter traut (obwohl er sonst sofort freudig angelaufen kam), das meine Hand sucht, an mir hochklettert und unter keinen Umständen zurück in den Käfig will. In der Transportbox lassen sie ihn mittlerweile in Ruhe, aber sobald es in den Käfig geht, wird er kollektiv belagert und in der Ecke isoliert, bis er resigniert.

    Ich habe sogar schon überlegt, Mogli in ein völlig stressfreies Zuhause abzugeben, weil ich nur das Beste für ihn will – auch wenn es mir das Herz brechen würde, da er mir extrem ans Herz gewachsen ist.

    Ich würde hier, auch wenn es bislang nicht blutig war, einen Schlussstrich ziehen, da der psychische Druck auf das Jungtier enorm ist. Oder bin ich zu sensibel? Würdet ihr ähnlich vorgehen oder ganz anders?

    Liebe Grüße
    Stupsnaeschen

    Danke sehr noch mal für eure Antworten!

    Zum Glück ist alles vermutlich halb so wild. Es scheint so, als handle es sich um kleine Hämatome, die sie sich so im Zoff mit einer anderen Ratte zugezogen hat (meine TÄ vermutet ein stumpfes Zwicken). Sie schließt Tumore nicht hundertprozentig aus, aber es greift sich anders an und ist auch nicht mehr gewachsen seit meinem Posting hier. Sie bekommt jetzt erste einmal Entzündungshemmer. So ist sie immer noch total fit und gut gelaunt.

    (Eigentlich zofft mein Rudel so gut wie gar nicht, aber ich hab hier eine total süße Ratten-Omi, die einfach nicht den Unterschied zwischen "Knabbern" und "Zwicken" versteht, weil sie in der Vergangenheit nie ordentlich sozialisiert worden war. Ich glaube, da ist einfach mal ein bisschen was in deren Kommunikation schief gelaufen. ^^)

    LG

    Stupsnaeschen

    Guten Abend,

    vielen lieben Dank für eure Antworten, Meinungen und Erfahrungswerte!

    Ich berichte dann beizeiten, was die Tierärztin dazu gesagt hat.

    Momentan flitzt Ilse trotz der Tumore zum Glück gerade putzmunter und happy durchs Zimmer. :ratti: Also ein bisschen Zeit für die Entscheidung bleibt mir wohl noch. Und ich bin momentan gerade einfach froh, dass es ihr noch verhältnismäßig gut geht.

    Liebe Grüße

    Stupsnaeschen

    Hallo,

    ich hatte einmal eine behinderte Ratte aus furchtbar mieser Haltung, die sich knapp 3 Monate fast nicht aus dem Käfig getraut hatte (und anfangs vor Panik (Angst ist untertrieben) und Orienterungslosigkeit (wegen der Behinderung) auch schon mal zugebissen hatte). Ich war damals mit meinem Latein ein bisschen am Ende, aber habe mich trotzdem immer einfach in den Auslauf gesetzt und irgendwann, als der Rattenbub sah, dass die anderen Ratten alle zu mir kamen, kam auch er her - und von einen Tag auf den anderen ließ er sich auch hoch nehmen und wurde total menschenbezogen. Ich hatte damals einfach immer Präsenz gezeigt, v.a. im Auslauf, aber ihn zu nichts gezwungen. So mach ichs eigentlich mit allen Schüchtis. Aktuell hab ich hier wiedere einen, der im Gegensatz zu seinen Brüdern erst mal schüchtern blieb, obwohl er jetzt schon einige Monate hier ist. Aber ich bin da geduldig, oft klappt es mit Training, oder wenn ich mich mit der Ratte alleine in den Auslauf (oder in einen abgegrenzten oder kleineren Raum, weil hier dürfen sie normalerwiese im gesamten Wohnzimmer rumlaufen) hinsetze. Der Renner hier ist Malzpaste (taurinfrei!!), damit breche ich meistens auch bei Mega-Schüchtis früher oder später das Eis. ;)

    Es ist natürlich schade, wenn er auch im Rudel so eine arme Omega-Ratte ist. Aber ich glaube, dass manche Ratten einfach länger brauchen, insbesondere wenn sie vielleicht schon schlimme Dinge erlebt haben. Ich hatte schon Einzelsitzer aus dem TH, die als nicht integrierbar galten - dann hatte ich sie hier zB eben erst mit den ruhigsten Ratten teil-integriert. Manchmal brauchte es auch mehrere Inti-Anläufe, aber im Endeffekt hatten alle Schüchtis sich letztendlich wohl gefühlt im Rudel. Sie brauchten halt länger. Ein Rattenbub aus schlechter Haltung (und davor im Tierheim) hatte sogar mal eine richtige "Ratten-Phobie". Der arme Kerl kreischte schon, wenn er nur Ratten sah (oder stellte sich sofort tot). Da hatten wir dann 3, 4 Inti-Versuche und Teil-Intis etc. benötigt - das hat mehrere Monate gedauert - aber im Endeffekt war gerade er so beliebt gewesen, dass alle anderen Ratten sich fast schon darum prügelten, wer mit ihm kuscheln durfte. ;) Er war dann der Mittelpunkt vom Rudel und total beliebt. <3 Ich will damit nur sagen: Nur nicht die Hoffnung aufgeben, meist regelt sich das alles schon. Manchmal halt früher, manchmal dauerts etewas länger. :)


    Viel Erfolg und alles Liebe auch dem Schüchti!


    Stupsnaeschen

    Guten Abend,

    ich bin momentan total im Zwiespalt. Ich habe hier eine Ratte aus dem Tierheim. Als ich sie letzten November holte, war sie angeblich etwa 1 Jahr alt (so genau wusste man es nicht). Leider hat sie vor ca. 2 Monaten einen Tumor entwickelt, der sehr schnell wuchs. Er wurde operiert, er war nahe an der Milchleiste dran, ein bisschen verschoben, aber meine TÄ vermutete dennoch einen Mamma-Tumor, der sich eben leicht verschoben hatte. Sie äußerte auch dass er wohl bösartig sei und evtl. wieder Tumore nachkommen könnten, bemühte sich aber, alles so gut es ging zu entfernen (meine TÄ ist darin extrem gut, wenn das wer in meiner Umgebung schafft, dann sie). Die OP verlief komplikatonsfrei, Ilse (so heißt die Ratte) war auch wieder sofort total fit danach, kein langer Hangover nach der Narkose etc., also für ihr Alter und ihr etwas pummeliges, schwerfälliges Gemüt, hat mich das positiv überrascht. Die (große, weil Tumor schon recht groß war) OP-Wunde ist auch super abgeheilt. Seit 2 Wochen ist sie die Nähte endlich los. Tja, und vor ca. 4 Tagen habe ich erneut einen Tumor entdeckt, dieses Mal in der Leiste beim Hinterbein. Dann dacht ich noch, ok, schnell den nächsten OP-Termin ausmachen - bis ich gestern Abend 2 weitere kleine Knubbel in der Oberbauch-Gegend ertastet habe (die sind noch sehr klein und weich, kleiner als erbsengroß, könnten evtl. auch geschwollene Lymphdrüsen sein, fürchte aber, dass der Tumor schon gestreut hat). Noch geht es ihr total super, sie ist aufmerksam und mega gechillt und gut drauf wie immer, sie freut isch über alles, frisst brav, nimmt aufmerksam am Rattenleben teil, etc.

    Ich bin mir halt jetzt nicht sicher, ob ich ihr 2 OPs auf einmal antun soll. 2 Nähte, das ist dann quasi links und rechts am Bauch eine größere Naht, und dann wächst der nächste Tumor 2 Wochen später womöglich gleich wieder nach, die jüngste ist sie auch nicht mehr (jetzt müsste sie über 2 Jahre alt sein), also dachte ich, ich lasse sie einfach noch so lange leben, wie es trotz Tumore für sie geht. Aber dann denke ich wieder, auch wenn sie schon 2 ist und mehrere Tumore hat, viell. sollte man sie dennoch operieren - weil sie die letzte OP so gut verkraftet hat (da war es aber auch nur eine große Naht und nicht zwei ...). Sie ist abgesehen von den Tumoren trotz ihres Alters noch fit (ok, 1 Zahn fehlt ihr schon ewig, aber das stört sie kein bisschen).

    Sie ist eine meiner absoluten "Seelenratten" und gerade in letzter Zeit ist sie auch so besonders ultra kuschelfreudig, sie ist eine der Ratten, die einem wie Hunde nachlaufen, auf den Schoß springen, sobald man die Hand hin hält, einen putzen, etc. und ich hab den Eindruck, dass ich noch viel zu wenig Zeit mit ihr verbracht habe. Was ist schon 1 Jahr ... ;( (Außerdem konnte ich mich nicht immer so speziell mit ihr befassen, weil ich noch andere wirklich akut kranke Ratten-Opis und -Omis hier habe und hatte, Notfellchen und so, und das versuche ich gerade mit Ilse alles nachzuholen). Also kurz gesagt: Ich würde das so schwer verkraften wenn ich sie viell. in 2-3 Wochen einschläfern lassen müsste, wenn die Tumore zu schnell zu groß werden sollten (noch ist sie durch die Tumore nicht eingeschränkt, auch beim Laufen nicht).

    Auf der anderen Seite, es soll ja keine egoistische Entscheidung sein, und so eine OP ist halt auch nichts Angenehmes, gerade auch in dem Alter, und risikoreich ja doch auch immer, egal wie gut der Tierarzt ist.

    Was würdet ihr tun mit einer über 2 Jahre alten Ratte, wo die Tumore trotz OP offenbar recht schnell streuen, und das innerhalb weniger Tage/Wochen, die Ratte aber ansonsten doch noch sehr lebensfroh und fit ist? OP? Nicht OP? Nur den größeren Tumor operieren? Noch abwarten?

    Irgendwie war ich bislang nie unsicher und hatte meist gewusst, was am besten für die Ratten ist. Aber in diesem Fall hier find ichs total schwierig, weil ich auch selten Tumore hatte, die SO schnell gestreut hatten. (Immer wieder mal, aber meistens wenigstens mit 1-2 Monaten Pause dazwischen, wo man dann noch Zeit zum Überlegen oder Verschnaufpause bis zur nächsten OP hatte ...). So ausm Bauch heraus würde ich eher für "noch mal OP" plädieren, weil sie ja ansonsten noch so fit und lebensfreudig ist. Aber vielleicht spricht da auch eher mein Wunsch raus, sie noch möglichst lange zu haben und für sie wäre es besser, einfach noch ihr Seniorendasein zu leben, solange es noch geht, ohne neuerliche OP-Schmerzen, etc. Hm. Andererseits, wenn sie offensichtlich noch so gerne lebt, ist es viell. dann auch quasi ihr Wunsch, noch länger am Leben erhalten zu bleiben? Wobei, ich kann sie ja jetzt schwer alle 2 Wochen operieren lassen ...

    Ach so: Ich kontaktiere natürlich gleich am Montag meine Tierärztin, um das mit ihr zu besprechen. Also keine Sorge, ich verlasse mich nicht nur auf Foren-Meinungen. Mir ist schon klar, dass die Entscheidung letztendlich bei mir liegt und man das nur entscheden kann, wenn man die Ratte persönlich sieht und kennt. Mich interessieren eher generell eure Einstellungen zu solchen Fällen, es muss jetzt nicht speziell um Ilse gehen. Aber vielleicht mögt ihr mir von euren Erfahrungen erzählen oder so.


    LG

    Stupsnaeschen

    Hallo, ich benutze zum Rattenwäsche waschen gerne das Baby-Waschpulver von Frosch (alternativ auch das Flüssigwaschmittel, aber da bild ich mir ein, dass das irgendwie seltsam zu riechen anfängt, wenns einige Wochen offen ist).
    Im Moment hab ich so ein Limited-Edition-Waschmittel von DM, ich nehme generell eher Flüssigwaschmittel bei Ratten, weil sich bei mir das Waschpulver nicht immer gänzlich auflöst und das ist mir bei den Rattis dann zu riskant.

    LG
    Stupsnäschen

    Danke für eure Beileidsbekundungen und für eure Erfahrungen.
    Es ist schon seltsam, dass es zu diesem Medikament so widersprüchliche Meinungen (auch offenbar seitens der Ärzte) und Erfahrungen gibt. @kukima Genau, Convenia, in Luigis Fall rein präventiv. Wie gesagt, in meinem veterinärmedizinischen Buch für Ratten, Hamster, Degus & Chinchillas steht, dass dieses Medikament für Nager ungeeignet ist und Besitzer darüber aufgeklärt werden müssen. Meine Stamm-TÄ meint ebenfalls, dass es für Ratten tödlich ist (offenbar weil es wohl den kleinen Organismus, insb. den Darm, voll überfordern soll, wodurch Toxine entstehen können oder so, jedenfalls vermutete sie das bei Luigi, ich glaub, weil er ja auch Kortison nahm und auch wegen seines Alters wo sie ihm solche "Bomben" ohnehin nicht mehr gegeben hätte, und diese Darm-Toxine dann in die Blutbahn treten können oder so. Aber k.A., ob ich das richtig wiedergebe, ich war damals so fertig, dass ich das irgendwie verdrängt habe.)
    Eine zweite Ratte bekam das auch, da steht aber nicht die Dosis auf der Rechnung. Sie hat es überlebt (geholfen hatte es aber auch nicht). Im Unterschied zu Luigi bekam sie es aber nicht präventiv, sondern aufgrund von Schnupfen-Symptomen. Und sie bekam im Gegensatz zu ihm auch kein Catosal und NaCL dazu. Hab mir schon überlegt, wenn Catosal den Stoffwechsel anregen soll, dass Convenia dann vielleicht irgendwie zu schnell vom Körper aufgenommen wurde und das Zusammenspiel den alten Opi einfach total überfordert hatte. Oder es liegt daran, dass die andere Ratte eine Laborratte ist? Vielleicht sind die Laboris da irgendwie "härter im Nehmen"? Wenn ich so daran denke, was diesen armen Rattis in den Laboren oft für Hammer-Dosen von irgendwas verabreicht werden ... Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wenigstens sie das so glimpflich überstanden hat.


    Ich hab gestern noch mal darüber nachgedacht und bin mir doch recht sicher, dass es daran lag. Ich ging nämlich eigentlich wegen einer anderen Ratte zu diesem Arzt und Luigi nahm ich nur so "nebenbei" mit, eigentlich nur zur Sicherheit für eine Zweitmeinung ob er schmerzfrei ist (weil die dort moderne Geräte hatten und ich eigentlich dachte, er bekommt einfach noch ein Röntgen oder ein CT oder so). Er kam quasi seinem Alter und Gelenksproblemen entsprechend hin und gefühlt todkrank wieder raus. Ich kann mir halt nicht vorstellen, dass das zufällig urplötzlich am Kortison gelegen haben soll. Dann dachte ich, vielleicht wäre er ohnehin verstorben, weil er ja schon ein recht alter Opi war, aber ... dafür war mir der Tod irgendwie zu heftig. Das Schlimme ist, beim Arzt hatte er sich noch mit allen Mitteln gegen diese Spritze gewehrt, obwohl er bei meiner Stamm-Tierärztin (die ihm das nie gespritzt hätte) immer so brav war und generell hat er normalerweise so gut wie nie gezickt. Und ich war noch so doof und hatte ihn bei diesem Arzt mit Malzpaste abgelenkt, damit sie ihm das Zeug auch bloß spritzen können ... Ich mach mir so riesengroße Vorwürfe, Luigi spürte instinktiv vielleicht schon, dass ihm das nicht gut tut, und ich hatte ihn nicht ernst genommen. :heul1:
    Sein Kumpel Finn verstarb dann leider eine Woche später, er hat sich dann wohl aufgegeben und er war ebenfalls schon so alt. Die beiden waren meine Super-Kuschel-Opis, mit den beiden lag ich abends auf dem Sofa, wurde von ihnen bekuschelt und geputzt, und Finn war wie ein Baby, er wollte immer von Mensch lieb gehabt und bekuschelt werden. *seufz* Finns Tod sah aber nicht so schlimm aus, er fraß die letzten 2 Tage halt etwas weniger, bekam dann noch allerlei Leckereien und als es ihm dann an seinem letzten Tag so schlecht ging, dass ich überlegte, ihn einschläfern zu lassen, schlief er dann zwischenzeitlich von selbst ein.
    Meine beiden letzten Opis. <3

    Hm, allergische Reaktion könnte es evtl. ebenfalls sein.

    (sorry, hab den Text etwas gekürzt, weil mir das Thema noch sehr nahe geht.)

    Ich hoffe, die Ratten von @sally haben es gut vertragen!

    Danke für die Antwort! Der Opi war so ein bisschen meine Mega-Kuschelratte. Ich denke jeden Tag an ihn und ich hätte ihm so sehr gewünscht, dass er einfach einschlafen kann. Alles schien danach auszusehen, er war immer so gemächlich, ruhig, und schlief dann einfach etwas mehr. Nie hätte ich gedacht, dass der Arme so krampft und sich so windet, dass ich ihn kaum mehr halten konnte. Ich hoffe, er hat eine besonders schöne Wolke ergattern können. <3

    LG
    Stupsnäschen

    Guten Abend,

    ich habe mal eine Frage, denn verschiedene Tierärzte - verschiedene Meinungen:

    Tierarzt 1: Angenommen, eine Ratte bekommt testweise Kortison (Prednisolon soweit ich weiß), und zwar, soweit ich mich entsinne, zwischen 1,2-2,5 mg/Tag bei einem Gewicht von etwa 400-450 Gramm (kann mich nicht mehr so erinnern). Ursache war eine aufgrund des Röntgenbilds vermutete Entzündung der Gelenke.
    Tierarzt 2: 5 Tage später bekommt diese Ratte Cefovecin gespritzt und zwar "0,05" (g, mg, ml - keine Ahnung, steht nicht auf der Rechnung). Dazu noch NaCl und Catosal (Menge weiß ich nicht). Cefovecin enthielt sie präventiv, da eine Ratte im anderen Rudel (getrennt, aber selber Auslauf) verschnupft war und die Gelenksbeschwerden-Ratte sich nicht anstecken solle aufgr. der Kortisoneinnahme.
    Kurz nach diesem TA-Besuch ist die Ratte immer apathischer, schläft mit Kopf über dem Futternapf ein, bekommt am nächsten Tag immer stärkere Verkrampfungen (und fühlt sich extrem heiß an), die letztendlich so stark sind, dass sie dadurch im Körbchen sogar in die Luft fliegt (!!), daraufhin stirbt sie.

    Ich habe nun zwei Theorien von zwei Tierärzten und eine Theorie aus meinem Fachbuch.
    Ich kann jetzt nichts mehr ändern, da diese Ratte - sie hat mir so unglaublich viel bedeutet - so urplötzlich starb.
    Mich würde nur interessieren, ob es wirklich üblich ist, Cefovecin zu spritzen. In meinem Fachbuch steht, dass es laut Packung für Nager nicht geeignet ist und man darüber auf jeden Fall den Besitzer informieren müsse. (Da steht nichts nur von Meerschweinchen) und im Netz las ich viel über Nebenwirkungen. In einem Online-Beipackzettel fand ich aber nur speziell den Meerschweinchen-Hinweis.

    Habt ihr Erfahrung mit Cefovecin? Ist mein Fachbuch und TA 1 zu pingelig und in der Praxis wird es Nagern bedenkenlos auch präventiv gegeben? Oder war es das Kortison (laut meinen Recherchen sie Menge allerdings im unteren bis mittleren Bereich.)

    LG
    Stupsnäschen

    Das ist schön.Auch von mir :gute:
    Wie heisst die Süsse denn? Hab ich das überlesen?

    Piper. (Die 3 Laboris heißen Phoebe, Piper und Paige - aus der Serie "Charmed". Starke Frauen und so. :D )

    Danke für eure lieben Wünsche. Momentan sehe ich kein Blut mehr, aber das hatte ich vor ein paar Tagen auch schon geglaubt. Mal weiter beobachten. Verfressen ist sie jedenfalls, ich denke, das ist ein gutes Zeichen. :)

    LG
    Stupsnäschen

    Danke für Deine Info!
    Also die Leukozytenwerte waren so hoch, dass die TÄ trotz des Bluts im Urin geschockt war. :/
    Sie bekommt jetzt weitere AB und Schmerzmittel, und zusätzlich besonders vitaminreiche Kost plus Manukahonig.
    Ich bin nur schon so in Sorge, weil ich so ne Fall mit Blut im Urin schon mal hatte, und diese Ratte starb 3 Tage, nachdem ich es bemerkt hatte (kurz nach dem TA-Besuch) ... Sie war auch bis zum Schluss eine kleine Schauspielerin gewesen, die Arme. Jetzt versuch ich hier, umso vorsichtiger zu sein.

    Danke noch mal für die Tipps mit den Teststäbchen!

    Gute Besserung Deinen beiden Kranken! <3

    Stupsnäschen